Was vom Shopping übrig blieb


Shoppen macht glücklich – sagt die Werbung

Shoppen rettet die Stadt – sagt die Politik

Shoppen bedeutet Wachstum – sagt die Wirtschaft

Shoppen heißt dabei zu sein – sagt die Gesellschaft



Marketingstrategen gaukeln uns vor, dass es möglich sei, sich glücklich zu shoppen. Doch der Werbeglanz und die Befriedigung währen nur kurz, das Karussell dreht sich immer schneller. Die „Halbwertszeiten“ der Produkte werden kürzer, eingebaute Sollbruchstellen, wechselndes Design und immer bessere Technik sorgen dafür, dass ständig Nachschub herangeschafft werden muss. Die Wichtigkeit des Dings und der Imperativ des Haben-müssens haben längst das Sein entwertet. Mit Konsequenzen nach innen und nach außen.

Die Kurzlebigkeit und Vergänglichkeit zeigt der Besuch einer Mülldeponie. Sie ist Abbild unserer Gesellschaft. Am Ende ist der Kreislauf der gleiche, wie seit Beginn der Welt: Asche wird immer wieder zu Asche. Allerdings ist auch das heute ein lukratives Geschäft.

Wer es sehen will, erblickt Berge von Zivilisationsmüll, Ressourcenverschwendung, Verschuldung, Ausbeutung, Ausgrenzung, Einsamkeit.

Was brauchen wir wirklich? Was macht uns reich? Wie viel ist genug? Warum ist mehr besser? Was „müssen“ wir haben? Wo ist die Grenze des Wachstums? Was bleibt übrig?

Ein fotografischer Lokalaugenschein, der auf Inszenierung verzichtet.

Galerie der Stadt Schwaz, 2011







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